“Wie gewinne ich eigentlich Interessent:innen, die bereits meine Seite besucht, aber nicht konvertiert haben?" In diesem Blogartikel dreht sich alles um die Beantwortung dieser Frage. Genauer gesagt beschäftigen wir uns heute mit dem Thema Retargeting, auch Remarketing. Was genau ist eigentlich Retargeting? Welche Strategien gibt es und was ist das Ziel einer Retargeting-Kampagne?
Mit diesen und weiteren spannenden Fragen haben wir uns für Sie auseinandergesetzt und die besten Erkenntnisse und Ergebnisse in einem Artikel zusammengefasst. 

Als besonderen Mehrwert zu diesem Thema stellen wir Ihnen ein passendes Webinar zur Verfügung, in dem wir mit Hilfe von Grafiken und Diagrammen verschiedene Retargeting-Strategien erläutern. Am Ende unseres Artikels wissen Sie, wie Sie strategisch an die Erstellung einer Remarketing Kampagne herangehen, um qualifizierte Leads zu generieren und gleichzeitig Ihren Sales Cycle zu verkürzen. Viel Spaß beim Lesen!

 

Kopie von Blogbild DAS LinkedIn Kampagnen Setup für lange Sales Cycles-2

Was ist Retargeting? 

Retargeting, ist eine Online-Marketing-Technik, bei der Werbetreibende gezielte Werbung für eine bestimmte Zielgruppe schalten. Diese befand sich bereits auf einer Website, hat aber keine Konversion (z.B. einen Kauf, eine Anmeldung o. Ä.) durchgeführt.

Als eine der leistungsstärksten Marketingstrategien ermöglicht es Retargeting, Unternehmen und Interessenten, die bereits auf ihrer Website waren, erneut anzusprechen und sie zurückzugewinnen. Im B2B gibt es bewährte Methoden, mit denen Ihr Retargeting zum Erfolg wird.

  1. Führen Sie die Zielgruppenanalyse durch: Bevor Sie mit Retargeting beginnen, sollten Sie Ihre Zielgruppe genau kennen. Analysieren Sie Ihre Website-Besucher und erstellen Sie Personas, um Bedürfnisse, Schmerzpunkte und Herausforderungen besser zu verstehen. 

  2. Erstellen Sie spezifische Landingpages: Erstellen Sie für jede Retargeting-Kampagne eine spezifische Landing Page, die genau auf das Angebot und die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten ist. 

  3. Setzen Sie spezifische Trigger: Nutzen Sie das Verhalten der Website-Besucher, um spezifische Trigger für Retargeting-Anzeigen zu setzen. 

  4. Nutzen Sie relevante Inhalte: Verwenden Sie relevante Inhalte, um Ihre Zielgruppe anzusprechen. Bauen Sie Vertrauen innerhalb Ihrer Zielgruppe auf, indem Sie Branchen-Insights, Whitepapers oder Case Studies zur Verfügung stellen.

  5. Setzen  Sie auf Social Media Retargeting: Nutzen Sie Social Media-Plattformen wie LinkedIn, um Ihre Retargeting-Anzeigen zu platzieren.

  6. Analysieren Sie Ihre Ergebnisse: Verfolgen Sie Ihre Retargeting-Kampagnen und analysieren Sie Ihre Ergebnisse. Identifizieren Sie, welche Kampagnen am erfolgreichsten waren und welche Optimierungen vorgenommen werden können, um die Konversionsrate weiter zu steigern.

Wir hoffen, etwas Licht ins Dunkle gebracht zu haben. Nun wissen Sie, was Retargeting eigentlich ist. Wie Sie aus diesen Informationen eine erfolgreiche Strategie aufbauen, die Ihnen qualifizierte Leads einbringt, verraten wir Ihnen im Folgenden. 

 

Das 1x1 eines erfolgreichen Retargetings

Was ist eigentlich das Problem bei Kampagnen mit langen Sales Cycles? 

Einfach gesagt: Ihre Kund:innen springen ab! Je länger sich Ihre Kund:innen  in einem Verkaufszyklus befinden, desto langweiliger und uninteressanter wird es. Stellen Sie sich vor, Sie müssten 14x irgendwo Klicken, bis Sie endlich Ihr gewünschtes Produkt erhalten. Was würden Sie tun? Richtig! Sie verlieren die Lust und kaufen letztendlich bei einem anderen Anbieter. 
Wir verraten Ihnen nun die zwei häufigsten Gründe, an denen Ad-Kampagnen bei langen Sales Cycles wirklich scheitern - und zeigen Ihnen, was Sie gegen schlechte oder fehlende Ergebnisse tun können.

 1. Problem: Sie versuchen, Cold Leads mit Gated Content oder Webinaren zu locken, um diese in Hot Leads zu verwandeln!
Tipp: Cold Leads lassen sich in der Regel erst in Hot Leads verwandeln, indem Sie zuvor in ein strategisches Gespräch verwickelt wurden und das vorhandene Problem eine höhere Priorität bekommt!  

2. Problem: Sie versuchen, Cold Traffic mit Ads auf eine Demo oder eine Kontaktseite zu locken! Diese Strategie kostet Sie eine Stange Geld, da Sie zahlreiche Stufen in der Buyers Journey überspringen und potenzielle Leads nicht wirklich “abgeholt” werden. Das führt in der Regel zu einer extrem geringen Quote. 
Tipp: Verzichten Sie darauf,  täglich News und Firmenupdates auf Social Media zu veröffentlichen. Stattdessen sollten Sie informativen Content bereitstellen, der für Ihre Zielgruppe einen Lerneffekt bietet. 

 

Aber…wie können Sie nun spannende Sales Cycles generieren?

Wir sprechen aus Erfahrung, wenn wir Ihnen sagen, dass Sie Ihre Leads durch eine entspannte Buyers Journey führen sollten, in der Sie jede Stufe der Reise mitnehmen. Erzwingen Sie keine Entscheidungen durch Content, der extrem salesy oder fordernd klingt. Tasten Sie sich langsam heran und fangen Sie Ihre Leads weich auf.

“LinkedIn ist der beste Weg, qualifizierte B2B-Leads zu generieren!” 

Als Demand Generation Agentur schwören wir auf B2B Leads über LinkedIn, denn genau dort hält sich unsere Zielgruppe auf. Probieren Sie es doch einmal aus. Wir empfehlen Ihnen, das Retargeting über Whitepaper, kostenfreie Downloads oder Webinare anzubieten. Genau so schaffen Sie Vertrauen, einen Mehrwert und Leads lassen sich einfacher qualifizieren.

 

Welche Rolle spielen Retargeting Ads? 

Retargeting Ads oder auch Remarketing Ads, spielen eine extrem wichtige Rolle im Online-Marketing.  Die entsprechenden Werbeanzeigen werden ausschließlich an Personen ausgeliefert, die zuvor eine bestimmte Aktion auf Ihrer Website durchgeführt haben. Das könnte z.B. das Besuchen einer Produktseite oder das Verlassen eines Warenkorbs ohne Kaufabschluss sein. 

Regartegting Ads werden meist auf Social Media Plattformen oder anderen Websites angezeigt, die Teil eines Werbenetzwerks sind, in dem Sie als Werbetreibender für ein bestimmtes Budget die Anzeigen schalten.

 

Was steckt hinter Retargeting Ads?

Die Idee hinter Retargeting Ads ist, dass sie potenzielle Kund:innen wieder zurück auf Ihre Website bringen sollen, indem sie gezielt Angebote oder Informationen zu den Produkten oder Dienstleistungen präsentieren, die zuvor angesehen wurden. Das Beste? Dadurch erhöht sich die Chance, dass die Nutzer:innen einen Kauf tätigen oder eine andere gewünschte Aktion durchführen.

Wir haben die 3 Phasen des erfolgreichen Retargetings zusammengefasst, um Ihnen den Weg für Ihre individuelle Strategie zu ebnen.

1. Cold Layer Ads (1 - 3 Monate)
In den ersten Monaten erfolgt die Kaltansprache. Ihre Leads kennen Ihr Unternehmen, Ihren Service und Ihre Dienstleistungen noch nicht und sehen Ihre Anzeige zum ersten Mal im Feed. 
Ziel: Ihre Zielgruppe soll sich mit Ihrem Unternehmen und dem Angebot beschäftigen. Bauen Sie sich durch die gesammelten Leads eine Datenbasis auf.
Wichtig: Bitte erwarten Sie keine direkten Sales Conversions in dieser Phase.

2. Retargeting der letzten 90 Tage
In dieser Phase schalten Sie Ads, die Ihre bereits gesammelten Leads gezielt ansprechen.

Ziel: Nähern Sie sich Ihrer Zielgruppe und schaffen Sie Vertrauen in Ihr Unternehmen durch spezielle Angebote. Positionieren Sie sich in dieser Phase als Trusted Advisor” für bestimmte Dienstleistungen und/ oder Produkte
Wichtig: In dieser Phase sollten bereits erste Sales Conversions stattfinden

3. Spotlight Ads und Lead Gen Forms 
Bieten Sie den interessierten Leads einen Mehrwert in Form von Newsletter, Whitepaper, E-Books oder Demos von z.B. Ihrer angebotenen Software.

Ziel: Leads bewusst abgreifen und Ihr Angebot positionieren. Generieren Sie Kontakte durch hochwertigen Content und erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit.
Wichtig: Ihr Retargeting endet mit dieser Maßnahme. Gehen Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe ein und sammeln Sie Sales Qualified Leads.

Folgen Sie einer strukturierten Roadmap, um die einzelnen Etappenziele zu erreichen und bereits in der zweiten Phase nennenswerte Ergebnisse zu erzielen.

 

Was sollten Sie im Retargeting nicht tun?

Logisch, Sie müssen darauf achten, dass Sie die Ads auch wirklich der Zielgruppe ausspielen, die Ihre Website bereits besucht hat. Was Sie außerdem beachten sollten, ist, dass Sie weder zu aufdringlich, noch zu forsch sind. Vermeiden Sie das Sammeln von Daten ohne die Zustimmung der Nutzer:innen. Retargeting Ads sollten immer als Teil einer umfassenden Marketingstrategie angesehen werden, da sie nicht als alleiniges Mittel zur Kundengewinnung funktionieren. 

 

Fazit

Bei der Rückgewinnung Ihrer Kund:innen gibt es so einiges zu beachten, um erfolgreich zu sein. Auch die Erstellung von Retargeting Ads sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen. Sind Ihre Insights Tags richtig installiert? Haben Sie Retargeting Audiences angelegt? Ist Ihr Tracking richtig definiert? Trotz der vielen Punkte, die Sie bei erfolgreichem Retargeting beachten müssen, lohnt sich der Aufwand. Es stecken eine Menge qualifizierter Leads hinter jeder Retargetingstrategie. Sie greifen bewusst auf eine Zielgruppe zurück, die sich bereits mit Ihrem Angebot auseinandergesetzt und Ihre Website besucht hat- es wäre schade, nicht erneut auf diese Leads zuzugehen. 

Wir wissen: Kreativ sein rentiert sich! Klar, Sie können bei der Konkurrenz abgucken oder Kampagnen so gestalten, wie die Unternehmen, zu denen Sie aufschauen. Wichtig ist allerdings, dass Sie sich mit Ihrer Marke positionieren. Bleiben Sie in Erinnerung und versuchen Sie, auf unkonventionelle Art Ihr Ziel zu erreichen. Wir sprechen aus Erfahrung, denn damit haben wir die Kampagnen einiger Kunden ziemlich erfolgreich gemacht. 

Wir haben unser Webinar zu diesem Thema in Form eines kostenfreien Videos für Sie zum Download oder direkt Anschauen bereitgestellt. Dort werden Ihnen verschiedene Strategien anhand von Best Practices und Grafiken im Detail erläutert, sodass einer erfolgreichen Retargeting Kampagne für Ihr Unternehmen nichts mehr im Weg steht!

 

Das Kampagnensetup für lange Sales Cycles

HubSpot Video

 

Neugierig geworden?

In unserem Blog finden Sie neben Interview mit Lerneffekt viele verschiedene Beiträge rund um das Thema (Inbound-) Marketing - werfen Sie doch mal einen Blick rein!
Andere Leser:innen fanden folgendes Thema interessant:

Neuer Call-to-Action